Deutsche Rente in Finnland?

Freie Themenauswahl: Diskussion, Fragen und Antworten.
Benutzeravatar
melania74
Beiträge: 17
Registriert: Sa Nov 03, 2007 9:08 pm
Wohnort: Espoo

Deutsche Rente in Finnland?

Beitragvon melania74 » Mi Dez 07, 2011 8:01 pm

Hallo,

ich hätte mal eine Frage: weiss jemand von Euch, ob man in Deutschland in Altersrente gehen kann, und dann komplett nach Finnland ziehen, so dass man die Rente auch hier bekommt? Ich selber wohne seit 8,5 Jahren in Finnland, und Anfang nächsten Jahres kommt auch meine Schwester her, mein Bruder vielleicht auch, so dass unsere Mom dann quasi alleine dort wäre. Sie würde gerne auch nach Finnland kommen, aber bekam gesagt, dass der deutsche Staat keine Renten ins Ausland zahlt, nur für die, die schon seit mehreren Jahren in Rente sind, oder wenn man einen Wohnsitz in Deutschland hätte. Den möchte sie aber nicht, bzw. wer kann sich schon 2 Wohnsitze leisten heutzutage... Sie würde natürlich auch gerne noch ein paar Jahre arbeiten hier, aber ohne Finnischkenntnisse ist das sicherlich sehr schwierig, das müsste dann wohl schon ein deutsches Unternehmen sein, oder zumindest englischsprachig.
Kennt sich jemand in diesen Rentenfragen aus? Ich habe übrigens die Suchfunktion genutzt, aber nichts passendes dazu gefunden.

Vielen Dank schonmal für eure Antworten :)

Benutzeravatar
melania74
Beiträge: 17
Registriert: Sa Nov 03, 2007 9:08 pm
Wohnort: Espoo

Re: Deutsche Rente in Finnland?

Beitragvon melania74 » Mi Dez 07, 2011 8:10 pm

P.S.: meine Mom ist ein 1949er Modell und ganz und gar kein Oma-Typ, und bei freier Auswahl würde sie natürlich lieber Arbeiten und erst später in Rente gehen...

Rotkäppchen
Beiträge: 62
Registriert: Fr Jan 04, 2008 10:40 am
Wohnort: Espoo

Re: Deutsche Rente in Finnland?

Beitragvon Rotkäppchen » Do Dez 08, 2011 2:48 pm

Hallo Melania,

meines Wissens ist das ueberhaupt kein Problem. Ich bekomme seit ueber 2 Jahren Erwerbsunfähigkeitsente aus Deutschland, ausserdem auch hier von KELA und von Ilmarinen. Wenn du noch Fragen hast, melde dich einfach. Wer hat denn das gesagt, dass Deutschland keine Rente ins Ausland zahlt. Ist doch Quatsch.

Swabian
Beiträge: 1187
Registriert: Mo Okt 02, 2006 9:09 pm
Wohnort: Rodgau

Re: Deutsche Rente in Finnland?

Beitragvon Swabian » Do Dez 08, 2011 5:04 pm

ich bin auch ein 1949er Modell und lebe jetzt seit über 4 Jahren in Finnland.
Seit März diesen Jahres beziehe ich die vorgezogene Altersrente und bekomme sie
ohne Probleme von der Deutschen Rentenversicherung nach Finnland überwiesen,
sehe daher kein Problem, wieso dies bei Deiner Mutter nicht gehen sollte.
Sie ist vermutlich an einen "korpulenten" Sachbearbeiter geraten, und so ähnlich
heisst es in Deutschland :wink:
Also ruhig einen neuen Versuch starten.

Benutzeravatar
melania74
Beiträge: 17
Registriert: Sa Nov 03, 2007 9:08 pm
Wohnort: Espoo

Re: Deutsche Rente in Finnland?

Beitragvon melania74 » Do Dez 08, 2011 10:48 pm

Hallo Rotkäppchen und Swabian, vielen lieben Dank für eure Antworten, das klingt ja prima. Aber ihr habt beide schon vorher hier gelebt und gearbeitet vor der Rente, oder? Bekommt man die Rente auch dann, wenn man als Rentner quasi auswandert? Es wäre ja das Ideal, wenn meine Mama noch was finden könnte vor der Rente für 2 Jahre, weil dann gilt ja dass Abkommen in der EU, dann gibts kein wenn und aber. Sie lebt momentan noch in Deutschland, will aber gerne her. Dann müssen wir nochmal nachbohren, wie es nu aussieht damit. :)

Benutzeravatar
Tenhola
Beiträge: 874
Registriert: Mi Jan 30, 2008 1:09 pm
Wohnort: Hämeenlinna

Re: Deutsche Rente in Finnland?

Beitragvon Tenhola » Fr Dez 09, 2011 1:43 am

melania74 hat geschrieben: Bekommt man die Rente auch dann, wenn man als Rentner quasi auswandert?

Da bekommt man ohne Probleme die Rente, muss aber nach den EU-Richtlinien weiterhin in DE die Krankenkassenbeiträge bezahlen.

Swabian
Beiträge: 1187
Registriert: Mo Okt 02, 2006 9:09 pm
Wohnort: Rodgau

Re: Deutsche Rente in Finnland?

Beitragvon Swabian » Sa Dez 10, 2011 5:49 am

melania74 hat geschrieben: Aber ihr habt beide schon vorher hier gelebt und gearbeitet vor der Rente, oder?


Nein, als wir vor 4 1/2 Jahren nach Finnland gezogen sind, war ich in der sog. Altersteilfreizeit. Das heisst, ich
war noch bei meiner damaligen Firma angestellt, habe halt nur nix mehr geschafft. :lol:
Seit März diesen Jahres bekomme ich die vorgezogene "Altersrente".
Ich wünsche Euch bei Euren Plänen viel Glück und Erfolg.

eddie
Beiträge: 7
Registriert: So Apr 25, 2010 2:13 pm
Wohnort: Mikkeli-Otava

Re: Deutsche Rente in Finnland?

Beitragvon eddie » So Dez 11, 2011 3:19 pm

Ich weiss nicht wer in Deutschland immer so einen Mist erzáhlt.
Bin seit 2001 im Herbst in Finnland und zwar als Rentner her gekommen und habe meine Rente ohne probleme nach hier bekommen,die Rente ist immer am letzten Tag im Monat auf mein Konto.
Mit der Krankenkasse ( IKK ) habe ich schlechte Erfarungen gemacht.Habe zwei Jahre in die IKK bezahlt und war auch hier in Kela, als meine Frau viele Medikamente brauchte habe ich zur IKK geschrieben um Erstattung.Mir wurde mitgeteilt sie Wohnen in Finnland und somit sind wir nicht zuständig,also habe ich zwei Jahre um sonst bezahlt.
Viel Glück mit Eurem Umzug
Eddie

Roggenbrot
Beiträge: 67
Registriert: Di Jan 17, 2012 12:39 pm

Re: Deutsche Rente in Finnland?

Beitragvon Roggenbrot » Di Jan 17, 2012 3:25 pm

Hallo,

wer kann mir seine Erfahrung oder Wissen zur deutsch/finnischen Rentenberechnung vermitteln. Ich versuche klar und mit Fakten meine Situation zu schildern.

Deutscher Staatsbürger, ständiger Wohnsitz in Finnland.
Jahrgang 1950
Erwerbstätig im Angestelltenverhältnis.
Schlechte finnische Sprachkenntnisse.

Es liegt mir eine Rentenauskunft der Deutschen Rentenversicherung vor, nach der mir am 1.4.2016 ein Betrag von X Euro monatlich zustehen würde. Das bezieht sich für meine geleistete Arbeit in Deutschland bei einem Versicherungsverlauf von 260 Monaten. Bei einem persönlichen Gespräch in Deutschland teilte man mir mit, dass auch meine geleistete Arbeitszeit in Finnland zeitlich angerechnet würde. Ich brauche dazu nicht extra nach Deutschland, sondern könnte das in Finnland bei der Deutschen Botschaft oder mit KELA klären.

Ich erhalte meine jährliche finnische Rentenauskunft über meine zu erwartende Arbeitsrente/työeläke von VARMA. Demnach steht mir ein monatlicher Betrag von Y Euro aus der Altersrente als 63 Jähriger zu.

Ich habe insgesamt 20 Jahre in Finnland gelebt. Meines Wissens steht mir aus dieser Zeit zusätzlich eine Volksrente/kansaneläke anteilmässig zu. Das wäre der Betrag Z Euro.

Da es ein zwischenstaatliches oder mittlereweile wohl ein EU-Abkommen gibt, werden die Beträge X, Y, Z miteinanderverknüpft bzw. gemäsz der Höchstgrenzen kompensiert. Da hört meine Fähigkeit auf selbst zu rechnen.

Wer kann mir in Finnland Auskunft geben, welcher Gesamtbetrag R mir zusteht, wenn ich z.B. als 62 Jähriger vorzeitig in Rente gehen möchte oder z.B. als 64 Jähriger. Ich hätte gern heute gewusst, wo ich in 2 oder 4 Jahren dran bin.

Gibt es eine Auskunftspflicht in dieser Konstellation seitens des Finnischen Staates oder der Bundesrepublik Deutschland.

Vielen Dank für Ihre Mühe meine Zeilen zu lesen.

Benutzeravatar
Hans
Beiträge: 492
Registriert: Fr Jan 18, 2008 11:53 am
Wohnort: Iitti, 30 km v. Lahti

Re: Deutsche Rente in Finnland?

Beitragvon Hans » Di Jan 17, 2012 5:04 pm

für den letzten Beitrag hier habe ich leider keine Anwort, aber eine Frage zum Thema Rente.
Wie hoch ist die finnische Volks- oder Mindestrente und zwar brutto bzw. netto?
Kurze Frage, hoffentlich kurze klärende Antwort.
Danke,
Hans

Swabian
Beiträge: 1187
Registriert: Mo Okt 02, 2006 9:09 pm
Wohnort: Rodgau

Re: Deutsche Rente in Finnland?

Beitragvon Swabian » Di Jan 17, 2012 5:26 pm

Roggenbrot hat geschrieben:Hallo,


Da es ein zwischenstaatliches oder mittlereweile wohl ein EU-Abkommen gibt, werden die Beträge X, Y, Z miteinanderverknüpft bzw. gemäsz der Höchstgrenzen kompensiert. Da hört meine Fähigkeit auf selbst zu rechnen.



Ich würde mich in Deiner Situation, mit meinen Daten, sowohl an die Deutsche Rentenversicherung in Berlin
(früher BfA), als auch an Deine zuständige KELA wenden.
Ich wünsche Dir Glück und Erfolg dabei, das Du jeweils an einen kompetenten Sachbearbeiter gerätst.

Bei solchen zweistaatlichen Situationen ist dies nicht immer ganz einfach. Ich spreche ein bißchen aus
Erfahrung :wink:

Swabian
Beiträge: 1187
Registriert: Mo Okt 02, 2006 9:09 pm
Wohnort: Rodgau

Re: Deutsche Rente in Finnland?

Beitragvon Swabian » Di Jan 17, 2012 5:31 pm

Hans hat geschrieben:für den letzten Beitrag hier habe ich leider keine Anwort, aber eine Frage zum Thema Rente.
Wie hoch ist die finnische Volks- oder Mindestrente und zwar brutto bzw. netto?
Kurze Frage, hoffentlich kurze klärende Antwort.
Danke,
Hans


google mal : " Volksrente in Finnland", da erhältst Du zumindest einige Ansatzpunkte.

Benutzeravatar
Hans
Beiträge: 492
Registriert: Fr Jan 18, 2008 11:53 am
Wohnort: Iitti, 30 km v. Lahti

Re: Deutsche Rente in Finnland?

Beitragvon Hans » Di Jan 17, 2012 6:16 pm

Danke! der dritte Eintrag bei Google: untitled KELA, klärt viele Fragen, nicht nur die Rentenfrage. 80 Seiten geballtes Wissen für Einwanderer auf Deutsch!

Roggenbrot
Beiträge: 67
Registriert: Di Jan 17, 2012 12:39 pm

Re: Deutsche Rente in Finnland?

Beitragvon Roggenbrot » Mi Jan 18, 2012 7:11 pm

Kurzes Resultut des heutigen Tages hinsichtlich deutscher Rentenklärung.

a.) Die Deutsche Botschaft hat keine Möglichkeiten bei der Rentenklärung mitzuwirken. Die sehr zuvorkommende Sachbearbeiterin stellt lediglich jährliche Lebensbescheinigungen aus.

b.) Mit der zuständigen KELA Stelle konnte man konstruktiv reden. Die Broschüren sind im selkoesite-Format verfasst und sogar einem laienhaft Finnisch sprechenden Ausländer gut verständlich mit einfachen Fallbeispielen. Anhand von Tabellen kann man die unterschiedlichen Rentenarten in Abhängigkeit und mit Höchstgrenzen ermitteln.

c.)Zur Rentenklärung seiner deutschen Ansprüche ist das eläketurvakeskus in Helsinki zuständig. Man braucht nicht mit allen Unterlagen unter dem Arm in Berlin vorsprechen. Auch der Postweg erübrigt sich.

c.) Es bleibt zunächst ungeklärt: Der Zuverdienst bei vorzeitiger Rente in Finnland.
Rente von Finnland aus Erwerbstätigkeit in Finnland zu beziehen und dann nach Deutschland zum Arbeiten.
Die Altersrente liegt in Finnland bei 65, in Deutschland 67.

Benutzeravatar
Peter
Beiträge: 38
Registriert: Mi Okt 04, 2006 3:41 pm
Wohnort: Edewecht (Deutschland)
Kontaktdaten:

Re: Deutsche Rente in Finnland?

Beitragvon Peter » Fr Jan 20, 2012 12:50 am

eddie hat geschrieben:Ich weiss nicht wer in Deutschland immer so einen Mist erzáhlt.
Bin seit 2001 im Herbst in Finnland und zwar als Rentner her gekommen und habe meine Rente ohne probleme nach hier bekommen,die Rente ist immer am letzten Tag im Monat auf mein Konto.
Mit der Krankenkasse ( IKK ) habe ich schlechte Erfarungen gemacht.Habe zwei Jahre in die IKK bezahlt und war auch hier in Kela, als meine Frau viele Medikamente brauchte habe ich zur IKK geschrieben um Erstattung.Mir wurde mitgeteilt sie Wohnen in Finnland und somit sind wir nicht zuständig,also habe ich zwei Jahre um sonst bezahlt.
Viel Glück mit Eurem Umzug
Eddie

Bevor du andere bezichtigst Mist zu erzählen solltest du dich mit der Materie erst einmal vertraut machen. Grundsätzlich ist es so, dass einem Arbeitnehmer, der in Deutschland einen Rentenanspruch erworben hat, diesen überall auf der Welt geltend machen kann. Mit anderen Worten: Die Rente wird auch nach Papua-Neu Guinea oder auf die Osterinsel überwiesen. Allerdings werden in jedem Fall die Beiträge für die gesetzliche Krankenkasse einbehalten, da kommt keiner drum herum. Dies ist der Regelfall und EU-weit im Sozialversicherungsabkommen festgelegt. Da gibt’s auch keinen Verhandlungsspielraum.
Allerdings gibt es Ausnahmen. Beispielsweise, wenn jemand neben einer deutschen Rente im Ausland Leistungsansprüche z.B. aufgrund einer Beschäftigung erworben hat. Auch kann die Berufstätigkeit des Ehepartners bzw. der Ehepartnerin und dessen gesetzliche Ansprüche dabei eine Rolle spielen. Grundsätzlich sind dies jedoch Ausnahmen und können von Fall zu Fall anders liegen. In den allermeisten Fällen ist der Regelfall der im ersten Absatz beschriebene. Ansonsten gilt: Mit der deutschen Krankenkasse in Verbindung setzen. Der Haken: Nicht jeder Sachbearbeiter ist, was das EU-weite Sozialversicherungsrecht betrifft gut informiert. Im Zweifelsfall ist es das Beste, sich an den Hauptsitz der jeweiligen KV zu wenden. Im Übrigen sollte man es sich als Rentner sehr genau überlegen, den gesetzlichen Krankenversicherungsschutz in Deutschland aufzugeben, sofern es denn überhaupt möglich sein sollte. Die Absicherung durch die deutsche gesetzliche Krankenkasse ist trotz aller bisherigen Einsparungsmaßnahmen immer noch einzigartig in Europa. Beispiel England: Da gibt’s als Kassenpatient mit 70 Jahren (evtl. auch bereits mit 66) keine künstl. Hüftgelenk oder Knie mehr. Warum? Weil´s medizinisch nicht notwendig ist (Patient arbeitet nicht mehr). Dafür gibt es dann aber einen gebrauchten Rollstuhl. Wenn ich in Finnland leben würde, würde ich alles daran setzen, in der deutschen KV verbleiben zu können. Kela wäre für mich so etwas wie 2. Klasse. Lt. German Healthcare Portal würden 80% aller in Finnland lebenden und arbeitenden und somit über Kela krankenversicherte Deutsche lieber in Deutschland krankenversichert sein. Warum wohl? Weil die Pflichtleistungen lediglich eine Grundversicherung darstellt, sarkastisch ausgedrückt: Kela gewährleistet lediglich das Überleben. Mehr Leistung ist mit entsprechender Selbstbeteiligung bei den Kosten bzw. mit einer zusätzlichen privaten Absicherung verbunden. Ein Beispiel: Ein ehemaliger Arbeitskollege ist vor Jahren mit seiner Familie nach Finnland ausgewandert. Er ist bei Kela zwangsversichert. Trotzdem blieb er mit seiner Familie freiwilliges Mitglied bei seiner deutschen KV. Dies hat sich jetzt bezahlt gemacht. Eines der Kinder litt an einer beidseitigen hochgradigen und an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit. Die Versorgung mit einem so genannten Cochleaimplantat, welches betroffenen Patienten im Regelfall wieder ein weitestgehend normales Hören ermöglicht lehnte Kela ab. In Deutschland ist die erforderliche OP seit mind. 15 Jahren eine Kassenleistung. Lange Rede kurzer Sinn: Der Junge wurde an der MHH in Hannover erst am rechten Ohr und ein Jahr später am linken Ohr operiert. Die Kosten incl. Reha beliefen sich auf rund 40.000,- Euro. Gezahlt hat es die deutsche KV. Der Junge trägt z.Z. noch Hörgeräte, konnte aber im vergangenen Jahr ganz normal eingeschult werden. Evtl. kann später sogar auf das Tragen der Hörgeräte verzichtet werden. Ohne diese beiden OP´s hätte der Junge wohl eine Förderschule für Hörgeschädigte besuchen müssen und hätte sich nur mit Hörgeschädigten per Gebärdensprache verständigen können. Die Berufsaussichten wären auch nicht toll gewesen.
Ich könnte jetzt auch noch das Beispiel eines pflegebedürftigen Rentners anführen, der nach 20 Jahren leben und arbeiten in Finnland wieder nach Deutschland zurückgekehrt ist. Nicht wegen der Krankenversicherung. Er ist ja hier in D. versichert. Nein, Grund für seine Rückkehr waren einfach die bessere, d.h. wohnortnahe ärztl. Versorgung in D. und die bessere ambulante häusliche Krankenpflege. Und ich dachte immer, die wäre hier in Deutschland so miserabel…

Und noch etwas zu den von der IKK nicht übernommenen Kosten für die von dir verauslagten Medikamente: Ich gehe einmal davon aus, dass es sich dabei um Medikamente handelte, die der deutsche Kassenpatient auch in Deutschland aus seiner eigenen Tasche bezahlen muss. Hast du der Kasse für jedes Medikament ein ärztliches Attest vorgelegt? Außerdem scheint hier ohnehin etwas nicht richtig gelaufen zu sein. Gem. EU-Abkommen hat der ausländische Versicherungsträger mit der Versicherung des Patienten abzurechnen und nicht der Patient selbst. Genaue Auskünfte zu diesem Thema erteilt u.a. die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung -Ausland, Web: http://www.dvka.de


Zurück zu „Allgemeines“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast